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Der Registrierungsprozess für ADJD-Testamente für Nicht-Muslime erklärt

ADJD-Testamente für Nicht-Muslime: Der vollständige Registrierungsprozess erklärt

Für viele Expats in Abu Dhabi geht es bei der Nachlassplanung weniger um Theorie als vielmehr darum, Unsicherheiten genau in dem Moment zu vermeiden, in dem ihre Familie am wenigsten damit umgehen kann. Deshalb ist es so wichtig, den ADJD-Prozess für Testamente von Nicht-Muslimen zu verstehen. Das Abu Dhabi Judicial Department hat einen zivilrechtlichen Rahmen geschaffen, der es berechtigten Nicht-Muslimen ermöglicht, Testamente über ein offizielles Verfahren zu registrieren, anstatt ihre Angehörigen später mit vermeidbaren Unklarheiten zu konfrontieren. Praktisch bedeutet das, dass ein ordnungsgemäß vorbereitetes Testament zu einem strukturierten Rechtsinstrument wird, statt ein privates Dokument zu bleiben, das nach dem Tod nur Fragen aufwirft.

Der vollständige Registrierungsprozess beginnt lange vor der Einreichung des Antrags. Der erste Schritt besteht darin, zu entscheiden, was das Testament eigentlich beinhalten soll. Ein seriöses ADJD-Testament sollte den Erblasser klar identifizieren, die begünstigten Personen beschreiben, den Testamentsvollstrecker benennen und erklären, wie das Vermögen verteilt werden soll. Wenn die Person minderjährige Kinder hat, sollten in der Entwurfsphase auch die Absichten zur Vormundschaft mit echter Präzision festgelegt werden. Der zivilrechtliche Familienrahmen von Abu Dhabi hat den Prozess für Nicht-Muslime zugänglicher gemacht, aber Zugänglichkeit sollte nicht mit Informalität verwechselt werden. Je klarer das Dokument ist, desto reibungsloser verläuft in der Regel die offizielle Prüfung.

Der nächste Schritt ist die Erstellung des Testaments im richtigen Format. Das Abu Dhabi Judicial Department hat bestätigt, dass Formulare sowohl auf Arabisch als auch auf Englisch verfügbar sind, was besonders für Expats hilfreich ist, die bei der Erstellung des Dokuments Klarheit wünschen. Zudem machen offizielle ADJD-Leitfäden deutlich, dass der Antrag für ein Testament für Nicht-Muslime online über die Website des Judicial Department eingereicht wird. Das ist wichtig, da viele Menschen immer noch davon ausgehen, dass ein Testament stets mit einem traditionellen persönlichen Besuch im Büro beginnen muss. Im ADJD-Modell ist der Weg viel digitaler, als viele Expats erwarten.

Sobald der Entwurf und die unterstützenden Details bereit sind, wird der Antrag elektronisch eingereicht. Die offiziellen ADJD-FAQs erklären, dass der Antrag vom Erblasser persönlich oder durch einen bevollmächtigten Vertreter eingereicht werden kann. Nach der Einreichung geht der Antrag nicht direkt zur Notarisierung. Stattdessen wird er vom zuständigen Mitarbeiter geprüft. Diese Prüfungsphase ist wichtig, da sie als Kontrollinstanz für fehlende Informationen, Entwurfsfehler oder erforderliche Änderungen dient. Dieselben offiziellen ADJD-Materialien erklären, dass der Antragsteller dann per Nachricht informiert wird, ob der Antrag genehmigt wurde oder ob Änderungen erforderlich sind. Mit anderen Worten: Eine Genehmigung wird nicht einfach vorausgesetzt, nur weil das Formular eingereicht wurde.

Nachdem der Antrag die Prüfung bestanden hat, werden die Gebühren bezahlt. Die Zahlungsphase ist Teil des formalen Ablaufs und kein optionaler administrativer Nachtrag. Von dort aus geht der Prozess zu einem der bekanntesten Merkmale der ADJD-Registrierung über: dem Termin zur Video-Notarisierung. Laut dem Abu Dhabi Judicial Department bucht der Antragsteller, sobald die Gebühren beglichen sind, einen Termin zur Notarisierung des Testaments per Videoanruf oder Videokonferenz. Dieser Remote-Schritt ist besonders wertvoll für vielbeschäftigte Einwohner, Gründer, Investoren und international mobile Familien, die einen offiziellen Prozess wünschen, ohne unnötige Reisen oder Terminschwierigkeiten in Kauf nehmen zu müssen.

In der Phase der Video-Notarisierung wird das Testament von einem hochgeladenen Antrag zu einem beglaubigten Rechtsakt. Die offizielle Service-Anleitung aus Abu Dhabi besagt, dass der Antragsteller nach den Schritten Antragstellung und Zahlung ein Remote-Meeting mit dem Notar vereinbart und das Dokument nach dem Meeting digital beglaubigt erhält. Diese Formulierung ist wichtig. Sie zeigt, dass die Remote-Sitzung keine unverbindliche Beratung ist. Es handelt sich um einen offiziellen Beglaubigungsschritt innerhalb des Registrierungsprozesses. Antragsteller sollten dies daher ernst nehmen, den endgültigen Wortlaut vorab prüfen und die Ausweisdaten zur Verifizierung bereithalten. Ein weiterer Punkt, nach dem viele Expats fragen, ist der Geltungsbereich. Hier ist der ADJD-Leitfaden besonders nützlich: Die offizielle FAQ besagt, dass auch Geld und Eigentum außerhalb des Landes vermacht werden können. Das bedeutet nicht, dass jede internationale Vermögensfrage einfach wird, da die Vollstreckung und grenzüberschreitende Verwaltung weiterhin von den Gesetzen des Landes abhängen können, in dem sich der Vermögenswert befindet. Dennoch bedeutet es, dass das ADJD-Testament mit einer umfassenderen Planung im Hinterkopf entworfen werden kann, was für Expats mit Konten, Investitionen oder familiären Bindungen in mehreren Gerichtsbarkeiten oft unerlässlich ist.

Der gesamte Prozess ist also am besten als eine Abfolge mit rechtlichem Zweck in jeder Phase zu verstehen: sorgfältig vorbereiten, klar entwerfen, online einreichen, die interne Prüfung bestehen, die Gebühren bezahlen, an der Video-Notarisierung teilnehmen und das digital beglaubigte Ergebnis erhalten. EasyWill kann dabei helfen, diesen Weg für Expats verständlicher zu machen, die sich Struktur, Klarheit und einen Prozess wünschen, der sich eher machbar als einschüchternd anfühlt.

Für diesen Artikel zitierte maßgebliche Quellen, ohne externe Links: FAQs und Service-Leitfäden des Abu Dhabi Judicial Department; rechtliche Materialien des Abu Dhabi Civil Family Court; Materialien zum zivilen Personenstand des Justizministeriums der VAE.

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